Surfers Mag http://surfersmag.mpora.de en Arne Bergwinkl | France My Love... http://surfersmag.mpora.de/top-stories/arne-bergwinkl-france-love.html http://surfersmag.mpora.de/?p=40601 Tue, 28 Oct 2014 13:41:47 +0000 Jan Blaffert _DSC9173

Nachdem uns allen der QuikPRO pünktlich mit dem ersten Herbstswell versüßt wurde, feuert es an der südfranzösischen Küste fast tagtäglich.

Dieses Wochenende war es wieder soweit und ein 8ft / 13sec Groundswell traf auf die Sandbänke vor Les Estagnots. Neben den üblichen Verdächtigen um Jeremy Flores, Alain Riou und Mikey Picon ließ sich auch Arne Bergwinkl diesen Swell nicht entgehen. Seine letzte Session dieses Jahr in Europa, denn Arne wird den Winter wie üblich in Ecuador verbringen. Wir trafen ihn kurz vor seiner Abreise: Hey Arne, die Saison neigt sich dem Ende – wie ist dein Resümee ? Hallöchen! Ja, die Saison war echt viel los und ging megaschnell rum. Es war alles dabei: die ASP Pro Juniors Tour, die DM, wir haben viel Footage mit meinem Fotografen gemacht und auch mein neuer Clip für Rip Curl ist fertig und wird bald releast! Bist du zufrieden mit der Saison ? Naja, ein wenig mehr hatte ich mir schon erhofft. In Europa bin ich auf Platz 21 geklettert und ich hab die ASP Pro Juniors Tour somit als bester Deutscher abgeschlossen. Bei dem Niveau schon gut, aber nächstes Jahr will ich mehr. Auch meinen DM-Titel will ich mir 2015 zurück holen! Frankreich bekommt seit drei Wochen dicke Swells in Serie – wie man sieht fühlst du dich auch in großen Wellen immer wohler !? Die erste Session heute war echt fett, Jeremy Flores hatte die Welle des Tages – eine megatiefe Backside Barrel , das Face hatte bestimmt fast 12 Fuß!! Und ja, nach dem laschen Sommer brauchte ich ne Weile, um mich wieder an die Power und den Speed von größeren Wellen zu gewöhnen. Und auch das richtige Board ist megawichtig. Heute morgen war ich mit nem 6‘2 x 18 1/8 Squash Tail drinnen, das hat sich nicht 100%tig angefühlt – das Tail hat mich irgendwie gebremst. Gerade eben bin ich dann mit nem 6‘3 x 18 1/4 Rounded Pin rein und es ist einfach nur abgegangen – checkt die Pics! Was wirst du die Wintermonate machen ? Erstmal freue ich mich natürlich auf zu Hause und meine Crew. Und dann werde ich ein wenig relaxen und freesurfen. Daneben muss ich aber auch weiter an meiner Fitness arbeiten. Die Airs sollen auch besser werden und ich will wieder mehr Variety in mein Surfen einbauen. Eventuell mache ich einige Contests der ALAS Latino Tour und einige Surftrips… Es wird also nicht langweilig. Wann wird man dich wieder in Europa sehen ? Ich denke ich werde Anfang Mai wieder kommen und die Saison mit meinem Trainer Didier Piter vorbereiten. Denn 2015 surfe ich neben den Pro Junior Events auch die QS Stops in Europa. Und ich werde nächstes Jahr der Nordsee einen Besuch abstatten! Mit dem Six in the Mix gibt es ein cooles Event, da wäre ich gerne mal dabei. (Interview: Tim Surtmann)

Die besten Bilder der Jahrhundert-Session in der Galerie

Pipe oder Hossegor?
Arne und eine französische Schönheit
Mit Stil
Mindestens Double over Bergwinkl
Late Drop!
Wie wär's mit den Pipe Masters nächstes Jahr, Arne?
Bergwinkl-Bottom Turn.
Auch frontside völlig locker.
!!!
Mindsurf!
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CURVES 'N TURNS | Eine echte Reise http://surfersmag.mpora.de/top-stories/curves-n-turns-reise.html http://surfersmag.mpora.de/?p=40567 Mon, 27 Oct 2014 10:18:07 +0000 Jan Blaffert

Die Urlaube werden immer länger und die Reiseziele immer exotischer. Tausende Flugmeilen und hunderte Autokilometer werden zurückgelegt. In Zeiten nahezu uneingeschränkter Mobilität ist das alles überhaupt kein Problem.

Bei  nüchterner Betrachtung kommt man aber schnell zu der Einsicht, dass der Aufwand und der damit verbundene ökologische Fußabdruck um ein Vielfaches zu groß sind. Wie kann man also eine Reise gestalten, um diese vorgefertigten Wege zu verlassen, auf welchen im Vorfeld nicht nur Start und Ziel bekannt sind, sondern im Grunde auch alles was dazwischen liegt? Und ist es wirklich notwendig um die halbe Welt zu jetten, um sein höchst individualistisches Bedürfnis nach schönen, sauberen Wellen zu befriedigen? Auf der Suche nach Antworten auf diese Fragen sind Sam Strauss, Simon van Hal und Lukas Griesser mit dem Fahrrad von Österreich in Richtung Sardinien aufgebrochen. Und plötzlich wurde die Fahrt nach Sardinien zu einer richtigen Reise. Das Reisen haben wir in gewisser Weise ohnehin verlernt. Man wechselt im Grunde nur noch Orte. Eine Weisheit der Indianer besagt, dass man immer wieder stehenbleiben und innehalten muss, wenn man sich in hoher Geschwindigkeit bewegt, damit die Seele nachreisen kann. Vielleicht steckt da ein Funken Wahrheit drin - Jedenfalls eröffnen sich einem mit dem Fahrrad neue Wege und Möglichkeiten fernab von überfüllten Autobahnen und hochfrequentierten Linienflügen. Wir finden uns auf einsamen Wegen wieder, auf denen sicher weniger aber vielleicht umso interessantere Persönlichkeiten unterwegs sind und die Natur vermag uns in jedem Moment zu überraschen. Ohne Auto, ohne Flugzeug. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad, bekommt man eine andere Sicht auf viele Dinge und kann die Welt neu entdecken. Dem Trailer nach zu schließen, sieht es ganz danach aus, als sei die Rechnung aufgegangen. Geniales Projekt! Wir bleiben dran. ]]>